Förderbeginn 01.01.2001

Modelle für Globales Programmieren

Prof. Dr. Martin Wirsing
Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Informatik

Dr. Carolyn L. Talcott
Stanford University
Department of Computer Science

Dr. Jose Meseguer
Menlo Park University of California
Stanford Research Institute, SRI International



Globale Programmierung ist ein neues Programmierparadigma, bei dem Berechnungen dynamisch über ein Netz verteilt sind und das Netz sich während der Berechnung dynamisch ändern kann. Ziel des Projekts ist es, Modelle und Techniken zur Analyse und zum Entwurf mobiler verteilter Systeme in einer sich dynamisch verändernden Umgebung zu entwickeln. Der Ansatz basiert und „Rewriting Logic“ und Multi-Agenten-Techniken, die sich bei der Untersuchung objektorientierter Systeme und aktiver Netzwerke bewährt haben. Es ist geplant, ein abstraktes operationales Programmiermodell zu entwickeln, mit dem mobile, autonome, verteilte und nebenläufige Agenten in einer globalen dynamischen Umgebung repräsentiert und untersucht werden können. Außerdem sollen Äquivalenz-, Abstraktions- und Verfeinerungsbegriffe für das Verhalten globaler Programme entwickelt werden. Anhand von Fallstudien aus den Bereichen E-Commerce und dynamischer Verkehrskontrolle sollen die Adäquatheit und die Anwendbarkeit des Modells demonstriert werden. Das Modell soll in Meseguer’s Maude System implementiert werden.