Förderbeginn 01.07.2018

Hybrid-Materialien mit effizienter roter und infraroter Emission. Material-Entwicklung und Photophysik

Prof. Dr. Hartmut Yersin
Universität Regensburg
Fakultät für Chemie - Institut für Physikalische und Theoretische Chemie

Prof. Dr. Peter Djurovich
University of Southern California, Los Angeles
Department of Chemistry



Die Perowskit-artigen Hybrid-Materialien bestehen aus anorganischen Anionen und organischen Kationen. Als Anionen werden typischer Weise p-Block Metall-Halogenide verwendet, während die Kationen Tetraalkyl-substituiertes Ammonium oder Phosphonium darstellen. Somit ist die generelle Struktur einfach und interessanter Weise resistent gegenüber Degradationsprozessen. Die im Fokus dieses Projektes neu entwickelten Hybrid-Materialien bestehen aus Zinn- oder Antimon-Halogenid-Anionen und Pyrrolidinium-Kationen. Diese Materialien zeigen rote bis infrarote Emissionen mit außergewöhnlich hohen Quantenausbeuten und großen Stokes-Verschiebungen. Sie stellen daher vielversprechende Kandidaten für Emitter für zukünftige Displays, Photovoltaik-Materialien, Solar-Konzentratoren und Luminophore für das Bio-Imaging dar. Sie weisen eine weite Abstimmbarkeit ihrer elektronischen Strukturen auf, und zwar durch Variation der Halogene, der p-Block-Metalle und/oder der organischen Kationen. Somit lassen sich neue Hybrid-Emitter mit fein-abstimmbaren Eigenschaften erhalten. Es ist geplant, diese Emitter bezüglich ihrer photophysikalischen Eigenschaften zu analysieren.