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Förderbeginn 01.01.2020
Kamera-Lokalisierung unter Berücksichtigung von Schätzungsunsicherheit anhand von mehrdeutigen Bildern und dreidimensionalen Daten
Dr. Shadi Albarqouni
Technische Universität München
Lehrstuhl für Informatik 16 - Informatikanwendungen in der Medizin
Prof. Dr. Nassir Navab
Technische Universität München
Fakultät für Informatik
Prof. Leonidas Guibas
Stanford University
Artificial Intelligence Laboratory
Dr. Tolga Birdal
Stanford University
Artificial Intelligence Laboratory
Kamera-Lokalisierung steht für die Bestimmung der sechs Parameter einer Kamera, welche ihre
Orientierung und Position im Raum definieren. Inzwischen ist es eine zentrale Technologie für
eine Vielzahl an Anwendungen, einschließlich der Erweiterten Realität, dem Autonomen Fahren,
der Mensch-Maschine-Interaktion und in der Steuerung von Robotern. Seit Jahrzehnten haben
Forscher im Bereich Computer Vision versucht eine eindeutige Lösung für dieses Problem zu
finden. Seit Kurzem, allerdings, verändert sich der Gedankengang der Wissenschaftler
grundlegend, so dass eine einzige Lösung für unsere hochkomplexe und vieldeutige räumliche
Umgebung als nicht ausreichend angesehen wird. Stattdessen sollen ein möglicher Bereich an
Lösungen in der Form einer Wahrscheinlichkeitsverteilung oder ein Maß an Unsicherheit in die
geschätzte Kameraposition bestimmt werden.
Dank dem momentanen Fortschritt im Bereich der künstlichen Intelligenz, kann dieses wichtige
Problem heutzutage mit Algorithmen des maschinellen Lernens gelöst werden. Diese
ermöglichen es eine aussagekräftige Darstellung der vorhandenen Daten zu berechnen. Ziel der
Zusammenarbeit der TU München und der Stanford University ist es, in diesem Projekt,
Algorithmen zu entwerfen und zu implementieren, welche die Unsicherheit und Vieldeutigkeit in
den Schätzungen eines Modells erklären können. Im Speziellem ist das Ziel, unter Verwendung
von neuronalen Netzen und Variationsrechnung, Kamera-Lokalisierung anhand von 2D Bildern
oder 3D Punktdaten mit der Unsicherheitsquantifizierung auf multimodaler Ebene zu verbinden.