Bitte wählen Sie den gewünschten Projektzeitraum:
- Juli 2026
- Januar 2026
- Juli 2025
- Januar 2025
- Juli 2024
- Januar 2024
- Juli 2023
- Januar 2023
- Juli 2022
- Januar 2022
- Juli 2021
- Januar 2021
- Juli 2020
- Januar 2020
- Juli 2019
- Januar 2019
- Juli 2018
- Januar 2018
- Juli 2017
- Januar 2017
- Juli 2016
- Januar 2016
- Juli 2015
- Januar 2015
- Juli 2014
- Januar 2014
- Juli 2013
- Januar 2013
- Juli 2012
- Januar 2012
- Juli 2011
- Januar 2011
- Juli 2010
- Januar 2010
- Juli 2009
- Januar 2009
- Juli 2008
- Januar 2008
- Juli 2007
- Januar 2007
- Juli 2006
- Januar 2006
- Juli 2005
- Januar 2005
- Juli 2004
- Januar 2004
- Juli 2003
- Januar 2003
- Juli 2002
- Januar 2002
- Juli 2001
- Januar 2001
Förderbeginn 01.07.2020
Depletion von myeloiden Zellen als neuer Therapieansatz in Multisystematrophie
Dr. Alana Hoffmann
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Neurologische Klinik, Molekular-Neurologische Abteilung
Prof. Dr. Robert Rissmann
University of California, San Diego
Department of Neurosciences
Multisystematrophie (MSA) ist ein seltenes Parkinsonsyndrom, mit einem schnellen und schwerwiegenden Verlauf. Zahlreiche vielversprechende Therapieansätze, die den Verlauf der Erkrankung verzögern oder stoppen sollten, sind in der Vergangenheit gescheitert. Bisher kann den Patienten lediglich eine symptomatische Therapie angeboten werden. Die Neuropathologie von MSA ist unter anderem durch eine starke Proliferation und Aktivierung von Mikroglia gekennzeichnet. Mit Hilfe von post-mortem Gewebe von MSA Patienten und einem korrespondierenden MSA-Mausmodell, charakterisieren wir die Proliferation und mikrogliale Immunantwort. Zusätzlich soll der Einfluss einer Mikroglia-Depletion auf den Krankheitsverlauf näher analysiert werden.
Abschlussbericht
Um die Rolle ZNS-ständiger myeloider Zellen in der Multisystematrophie zu untersuchen haben wir diese Zellen pharmakologisch reduziert und die neuropathologischen Veränderungen sowie Verhaltensphänotyp der Tiere genauer analysiert. Zusammen mit Wissenschaftlern der Abteilungen für Neuroscience sowie Cellular and Molecular Medicine der University of California, San Diego haben wir entdeckt, dass eine stark reduzierte Anzahl myeloider Zellen im MSA-Mausmodell das Überleben der Tiere deutlich verlängert, den Beginn der Symptome verzögert und die Entzündungsreaktion im Gehirn abschwächt. Dem gegenüber waren die motorischen Fähigkeiten der transgenen Tiere stärker eingeschränkt sowie synaptische Signalwege und neuronale Netzwerke verändert, sobald myeloide Zellen fehlten. Die Ergebnisse dieser kollaborativen Arbeit wurden im Oktober letzten Jahren im Journal of Neuroscience veröffentlicht (Battis K, Florio JB, Mante M, Lana A, Naumann I, Gauer C, Lambrecht V, Müller SJ, Cobo I, Fixsen B, Kim HY, Masliah E, Glass CK, Schlachetzki JCM, Rissman RA, Winkler J, Hoffmann A. CSF1R-Mediated Myeloid Cell Depletion Prolongs Lifespan But Aggravates Distinct Motor Symptoms in a Model of Multiple System Atrophy. J Neurosci. 2022; PMID: 36333098). Insgesamt, konnten wir mit unserer Studie neue Erkenntnisse gewinnen und zeigen, dass myeloide Zellen eine weitaus komplexere Rolle in der MSA-Pathologie spielen als zuvor angenommen. Wir wollen in Zukunft diese erfolgreiche Zusammenarbeit fortführen, um die Rolle myeloider Zellen in der Multisystematrophie weiter zu untersuchen und so neue Therapieansätze zu entwickeln.