Förderbeginn 01.01.2024

Anwendung alchemistischer Freie-Energie-Methoden zur Entwicklung neuer G-Protein-selektiver µ-Opioidrezeptor-Agonisten

Prof. Dr. Peter Gmeiner
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Department Chemie und Pharmazie

Prof. Dr. Michael K. Gilson
University of California, San Diego
Skaggs School of Pharmacy and Pharmaceutical Sciences



Der G-Protein-gekoppelte µ-Opioidrezeptor ist sowohl für die schmerzlindernde Wirkung von Opioiden wie Morphin und Fentanyl als auch für deren Nebenwirkungen, einschließlich des Suchtpotenzials, verantwortlich. Während die schmerzlindernde Wirkung über den Signalweg des G-Proteins vermittelt wird, ist ß-Arrestin für einen Teil der Nebenwirkungen verantwortlich. Das Gmeiner Labor, das sich auf die Entwicklung neuartiger GPCR-Liganden spezialisiert hat, gelang es die G-Protein-selektive Verbindung PZM21 zu entwickeln. Das Gilson Labor entwickelt und verwendet computerchemische Methoden, um die Bindungsaffinität von neuen chemischen Verbindungen zu bestimmen, auch unter Berücksichtigung der Wasserverdrängung. Im Rahmen der Zusammenarbeit werden Methoden aus dem Gilson Lab verwendet, um PZM21 weiter zu optimieren und das Signalverhalten des µ-Opioidrezeptors zu untersuchen. Das abschließende Ziel wird die Entwicklung eines neuen Schmerzmedikaments sein.