Förderbeginn 01.01.2026

Untersuchung des visuellen Attributraums und der neuronalen Schaltkreise, die die Objektvermeidung regulieren

Prof. Dr. Martha Merrow
Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut of Medical Psychology

Prof. Dr. Mark Frye
University of California, Los Angeles (UCLA)
Department of Integrative Biology and Physiology



Visuelle Szenen sind voller einzelner Objekte, von unbeweglichen Gegenständen bis hin zu sich bewegenden Tieren. Obwohl natürliche Szenen unübersichtlich sind, können Tiere schnell einen Baum von einem potenziellen Partner unterscheiden. Die neuronalen Berechnungen, die eine schnelle Unterscheidung von Merkmalen ermöglichen, sind noch nicht vollständig verstanden. Das Sehen ist eine entscheidende Sinnesmodalität bei Drosophila melanogaster, einem Modellorganismus, der eine starke Abneigung gegen einzelne Objekte ohne artspezifisches Pheromonprofil zeigt. Wir werden die unzähligen genetischen Werkzeuge, die in Drosophila verfügbar sind, sowie die 2-Photonen-Funktionsbildgebung nutzen, um eine Referenzsammlung der visuellen Attribute, die das Objektvermeidungsverhalten auslösen, und der neuronalen Schaltkreise, die diese visuellen Attribute kodieren, zu erstellen. Dadurch wird geklärt, ob verschiedene Arten von Objekterkennungsneuronen unterschiedliche Attribute desselben Objekts kodieren oder ob sie sich überschneidende Sätze visueller Attribute kodieren, die dann durch kontextabhängige neuromodulatorische Signale entflochten werden.