Förderbeginn 01.01.2026

Pestizidexposition, lysosomale Dysfunktion und α-Synuclein-Aggregation: Ein interdisziplinärer Ansatz zur Aufklärung umweltbedingter Mechanismen der Parkinson-Krankheit

Prof. Dr. Friederike Zunke
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Professur für Translationale Neurowissenschaften

Prof. Dr. Beate Ritz
University of California, Los Angeles (UCLA)
School of Public Health



Dieses Projekt untersucht, wie Pestizidexposition zur Entstehung der Parkinson-Krankheit beiträgt, indem molekulare Neurowissenschaften mit Epidemiologie verknüpft werden. Im Mittelpunkt stehen Störungen der Lysosomenfunktion und der Aggregation von α-Synuclein als zentrale Mechanismen umweltbedingter Neurodegeneration. Humane iPSC-abgeleitete Neurone und weitere neuronale Zellmodelle werden eingesetzt, um epidemiologisch relevante Pestizide zu testen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Varianten lysosomaler Enzyme (z. B. GBA1), die die neuronale Vulnerabilität gegenüber Pestiziden erhöhen können. Große Expositionsdatensätze und raum-zeitliche Expositionsmodelle dienen dazu, die relevantesten Pestizide zu priorisieren und zu validieren. Die zellulären Befunde werden im Kontext realer Expositionsszenarien interpretiert, die aus epidemiologischen Daten abgeleitet werden. Die Kooperation ermöglicht den Austausch neuronaler Modelle, Assays, Expositionsdaten und Analyse-Pipelines zwischen den beteiligten Laboren. Die gewonnenen Daten bilden die Grundlage für zukünftige gemeinsame Förderanträge und größere translationale Verbundprojekte. Langfristig sollen die Ergebnisse gesundheitspolitische Strategien informieren und präventive Maßnahmen gegen die Parkinson-Krankheit unterstützen.