Förderbeginn 01.07.2026

Zusammenspiel von Fettgewebe, Herz und Niere bei HFpEF: Biomarker-Entdeckung, Präzisionsmedizin und transatlantische Nachwuchsförderung

Prof. Dr. Daphne Merkus
Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Chirurgische Forschung

Prof. Dr. David Liem
University of California, Davis
Divison of Cardiovascular Medicine



Abschlussbericht

HFpEF ist eine häufige Form der Herzinsuffizienz, die eng mit Adipositas, Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, chronischer Nierenerkrankung und Alterung verbunden ist. Zunehmend wird HFpEF nicht mehr als reine Herzerkrankung, sondern als systemische Erkrankung verstanden, bei der Herz, Nieren und Fettgewebe in komplexer Weise miteinander interagieren.


Bei Adipositas vergrößert sich das Fettgewebe und entwickelt entzündliche Eigenschaften. Es setzt verschiedene Botenstoffe frei, die die Funktion anderer Organe, insbesondere von Herz und Nieren, beeinflussen können. Ziel dieses Projekts ist es, frühe Biomarker zu identifizieren und zu validieren, die den Zusammenhang zwischen Entzündungen im Fettgewebe und kardiorenaler Dysfunktion erklären. Langfristig sollen dadurch eine frühere Diagnose von HFpEF sowie personalisierte Therapieansätze ermöglicht werden.


Ein zentrales Element der Zusammenarbeit ist der Austausch von Doktoranden und Postdoktoranden zwischen der LMU und UC Davis. Forschende der LMU werden an der UC Davis Kompetenzen in den Bereichen Künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und Datenanalyse erwerben. Im Gegenzug erhalten Forschende der UC Davis an der LMU praktische Ausbildung in HFpEF-Modellen sowie modernen molekularbiologischen Methoden. Durch die Verbindung von datengetriebenen und biomedizinischen Ansätzen soll eine neue Generation interdisziplinärer Wissenschaftler:innen ausgebildet und die Entwicklung einer Präzisionsmedizin für HFpEF vorangetrieben werden.