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Förderbeginn 01.07.2026
Hybride gecko-inspirierte Haftsysteme zum Einfangen von Weltraumschrott
Prof. Dr. Mohammed Khalil Ben-Larbi
Universität Würzburg
Space Informatics and Satellite Systems
Prof. Dr. Mark Cutkosky
Stanford University
Department of Mechanical Engineering
Mit der zunehmenden Zahl von Raumfahrtmissionen werden zuverlässige Verfahren zum Einfangen von Objekten im Weltraum immer wichtiger, etwa für die Beseitigung von Weltraumschrott, das Betanken oder das Recycling von Satelliten. Solche Systeme müssen schonend, zerstörungsfrei und robust arbeiten. Gecko-inspirierte Haftstrukturen stellen hierfür einen vielversprechenden Ansatz dar, da sie mithilfe von Van-der-Waals-Kräften sicher an glatten Oberflächen haften und dabei nur geringe Kontaktkräfte erzeugen. Bestehende Haftstrukturen wurden jedoch überwiegend für Anwendungen auf der Erde entwickelt.
Dieses Kooperationsprojekt der Universität Würzburg und der Stanford University vereint komplementäre Expertisen in unterschiedlichen gecko-inspirierten Haftgeometrien: Während die Universität Würzburg auf isotrope, pilzförmige Haftstrukturen spezialisiert ist, liegt der Schwerpunkt der Stanford University auf richtungsabhängigen, keilförmigen Haftstrukturen. Durch die Kombination beider Ansätze sollen neuartige Hybridhaftstrukturen für den Einsatz im Weltraum entwickelt und gemeinsam mit schonenden Greifsystemen unter weltraumnahen Bedingungen – einschließlich extremer Temperaturen und simulierter Mikrogravitation – untersucht werden. Der wissenschaftliche Austausch schafft zugleich die Grundlage für zukünftige gemeinsame Forschungsprojekte.