Förderbeginn 01.07.2005

Entwicklung künstlicher Peptidrezeptoren zur Beeinflussung der Proteinbindung an β-Amyloid Plaques: Neue Wege zur Therapie der Alzheimerschen Krankheit?

Prof. Dr. Carsten Schmuck
Universität Würzburg
Institut für Organische Chemie

Prof. Dr. Jerry Yang
University of California, San Diego
Department of Chemistry and Biochemistry



Die Alzheimersche Krankheit ist die häufigste Form von Altersdemenz. Bis zu 20 Millionen Menschen sind derzeit betroffen mit steigender Tendenz. Charakteristisch für Alzheimer ist die Bildung von unlöslichen Peptidablagerung (β-Amyloid-Plagues), die durch die Selbstaggregation eines kleinen Proteins im Gehirn entstehen. Diese Ablagerungen scheinen ursächlich mitverantwortlich zu sein für die Zerstörung der Nervenzellen. Möglicherweise dadurch, dass sie an andere zelluläre Proteine binden und deren Funktion negativ beeinflussen. Im Rahmen unseres Projektes soll nun eine neue Klasse von synthetischen Molekülen entwickelt werden, die spezifisch an die β-Amyloid-Plagues binden und deren Oberfläche so schützen, dass eine weitere Interaktion mit anderen Proteinen nicht mehr möglich ist. Die Entwicklung dieser künstlichen Peptidbinder basiert auf Arbeiten von Prof. Schmuck (Würzburg), in dessen Gruppe durch das Screening kombinatorischer Bibliotheken kleiner künstlicher Rezeptoren Peptidbinder identifiziert werden. Die vielversprechendsten Kandidaten werden dann mit weiteren Lsölichkeits-erhöhenden Gruppen versehen und werden in der Gruppe von Prof. Yang (San Diego), der eine ELISA basierten Methode entwickelt hat, um die Wechsewlrikung von Proteinen mit β-Amyloid-Plagues zu untersuchen, auf ihre Wirksamkeit getestet.