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Förderbeginn 01.07.2003
Sialinsäure-Bindung von CD22, einem B-Lymphozyten-spezifischen Transmembran-Rezeptor
Prof. Dr. Lars Nitschke
Universität Würzburg
Institut für Virologie und Immunologie
Prof. Dr. James C. Paulson
The Scripps Research Institute California
Integrative Structural and Computational Biology
Die Gruppe von Nitschke arbeitet über die humorale Immunantwort von B-Zellen. In letzter Zeit war der Schwerpunkt die physiologische Rolle von CD22, einem wichtigen negativen Regulator in der Signalleitung von B-Lymphozyten. CD22 bindet an den Liganden α2,6-verknüpfte Sialinsäure, ein spezifischer Zucker. Die Gruppe von Paulson hat große Expertise auf dem Gebiet der Biologie und Biochemie von Sialinsäuren. In dieser Forschungskooperation soll untersucht werden, welche Rolle die Sialinsäurebindung von CD22 in der Regulation der B-Zell Signalleitung spielt. Dafür wollen wir neue Sialinsäure-Streptavidin Konjugate einsetzen, die von der Gruppe von Paulson entwickelt wurden. Diese Verbindungen sollen in Würzburg und San Diego mit Maus B-Zellen getestet werden. Ein weiteres Projekt umfaßt die Entwicklung einer doppel-defizienten Mauslinie für CD22 und ST6GalI, dem Enzym, das α2,6-verknüpfte Sialinsäure an Glykoproteine der Zelloberfläche hängt. Mit diesen Studien wird die Bedeutung von CD22 als inhibitorischem Protein auf B-Lymphozyten näher aufgeklärt werden. CD22 reguliert die Stärke des B-Zell Signals und hemmt daher Prozesse wie Autoimmunität oder Lymphomentstehung. Studien zu der CD22 Ligandenbindung auf der Zelloberfläche sind sowohl für die Grundlagenforschung als auch für mögliche therapeutische Anwendungen von Bedeutung.