Förderbeginn 01.07.2007

Nanobiotechnologische Verfahren zur Risikoabschätzung bei Mammographien

Dr. Stefan Thalhammer
Helmholtz Zentrum München - Dt. Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt
Institut für Strahlenschutz, AG Nanoanalytik

Dr. Mary Helen Barcellos-Hoff
University of California, Berkeley
Lawrence Berkeley Nat. Laboratory, Dept. of Cancer Biol., Life Science Division



In dem bewilligten Vorhaben soll der Einfluss ionisierender Strahlung durch medizinische Untersuchungen am Beispiel des Brustgewebes in vivo am gesunden Menschen untersucht werden. Bei der Biopsie mammographisch verdächtiger Befunde nach einer normal indizierten, freiwilligen Untersuchung (in diesem Vorhaben werden also keinerlei zusätzliche Strahlenexpositionen aus wissenschaftlichen Gründen geplant) liegt der für die interessierende Fragestellung optimale Fall vor, dass Gewebe in vivo mit einer radiographisch normalerweise verwendeten Dosis bestrahlt und kurze Zeit darauf dann für histologische Untersuchungen extrahiert wird. Ziel ist es, angesichts der Bedeutung der ionisierenden Strahlung in der medizinischen Bildgebung, ein besseres quantitatives Verständnis über Dosis-Wirkungsbeziehung im Gewebe auf Einzelzellebene in-vivo zu erlangen, um die gegenwärtigen Diskussionen über den Nutzen von Mammographie-Screenings auf eine verbesserte Wissenschaftliche Datenbasis zu stellen.