Bitte wählen Sie den gewünschten Projektzeitraum:
- Juli 2026
- Januar 2026
- Juli 2025
- Januar 2025
- Juli 2024
- Januar 2024
- Juli 2023
- Januar 2023
- Juli 2022
- Januar 2022
- Juli 2021
- Januar 2021
- Juli 2020
- Januar 2020
- Juli 2019
- Januar 2019
- Juli 2018
- Januar 2018
- Juli 2017
- Januar 2017
- Juli 2016
- Januar 2016
- Juli 2015
- Januar 2015
- Juli 2014
- Januar 2014
- Juli 2013
- Januar 2013
- Juli 2012
- Januar 2012
- Juli 2011
- Januar 2011
- Juli 2010
- Januar 2010
- Juli 2009
- Januar 2009
- Juli 2008
- Januar 2008
- Juli 2007
- Januar 2007
- Juli 2006
- Januar 2006
- Juli 2005
- Januar 2005
- Juli 2004
- Januar 2004
- Juli 2003
- Januar 2003
- Juli 2002
- Januar 2002
- Juli 2001
- Januar 2001
Förderbeginn 01.01.2008
Selbstorganisation in Network-on-a-Chip Architekturen
Prof. Dr. Theo Ungerer
Universität Augsburg
Institut für Informatik
Prof. Dr. Nader Bagherzadeh
University of California, Irvine
Department of Electrical Engineering and Computer Science
Multicore-Systeme eröffnen neue Dimension in Bezug auf Rechenleistung
und die Möglichkeit bisher getrennte Funktionseinheiten auf einem Chip
zu integrieren. Die Firma Intel hat kürzlich ihren Teraflop-Chip
vorgestellt, eine Multicore-Architektur mit 80 Kernen. Die
Latenzzeiten bei der Kommunikation werden durch die Integration der
Kerne deutlich verringert. Drüber hinaus wurde das neuartige Konzept
eines Netwok-on-a-Chip (NoC) für die Kommunikation zwischen den Kerne
eingeführt. Ziel dieser Kooperation ist die Erforschung und
Verbesserung von Selbstoptimierungsstrategien für das Routen der
Nachrichten sowie die Analyse des Energieverbrauchs und der zusätzlich
benötigten Chipfläche. Die Selbstoptimierung soll ausschliesslich
durch lokales Wissen ein globales Optimierungsverhalten erzeugen und
den Gesamtdurchsatz des Netzwerks bei unterschiedlichen
Kommunikationsmustern verbessern.
Die Forschergruppe von Prof. Bagherzadeh an der University of
California in Irvine hat einen Multicore-Chip mit einem NoC
entwickelt, auf dessen Struktur die Selbstoptimierungsalgrithmen der
Forschergruppe von Prof. Ungerer an der Universität Augsburg erforscht
werden.
Abschlussbericht
Diese Kooperation ist die Weiterführung eines früheren BaCaTeC-Kooperationsvorhabens (“Entwurfsprinzipien für autonome und organische echtzeitfähige System-on-Chips”, siehe bacatec.de => "Geförderte Projekte" => Juli 2004"). Die gemeinsame Arbeit der Forschergruppen von Prof. Dr. Theo Ungerer und Prof. Dr. Nader Bagherzadeh führte zu Ideen, wie die Leistung eines NoC (Network-of-Chip) durch Selbstorganisationsprinzipien erhöht werden kann.
Die Router des NoC arbeiten selbstorganisierend indem sie Information über ihre aktuelle Last austauschen. Diese Information wird genutzt um Pakete so zu leiten, dass Überlast- oder fehlerhafte Bereiche umgangen werden und der Durchsatz insgesamt erhöht wird. Durch die Forschungskooperation wurden derartige selbstorganiserende NoC-Routing-Techniken untersucht und Hardware-Implementierungen bezüglich ihres Platzbedarfs, Energieaufwands sowie der Erkennung von Hardware-Ausfällen und deren Umgehung eingeschätzt. Die Reduzierung des Platzbedarfs und des Energieaufwandes wurden an der Universität von Kalifornien in Irvine betrachtet, die Ausfallserkennung und -umgehung wurden an der Universität Augsburg untersucht und führten zu einem erfolgreichen EU-Projekt, dem TERAFLUX EC FP-7 Projekt mit Laufzeit Januar 2010 bis Dezember 2013.
Die gemeinsame Forschung wurde durch BaCaTeC-geförderte Forschungsreisen von Nader Bagherzadeh (Sommer 2008) an die Universität Augsburg und zwei Reisen von Theo Ungerer an die Universität von Kalifornien in Irvine (Frühjahr und Herbst 2009) ermöglicht.