Förderbeginn 01.01.2008

Der Einfluss von Zielgenen des Proto-Onkogens c-myc auf Zellwachstum und Zellzykluskontrolle in normalen und malignen Zellen

Prof. Dr. Dirk Eick
Helmholtz Zentrum München - Dt. Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt
Institute of Clinical Molecular Biology and Tumor Genetics

Prof. Dr. Dean Felsher
Stanford University
School of Medicine - Dept. of Oncology



Das Proto-Onkogen c-Myc ist ein nukleärer Transkriptionsfaktor, dessen Überexpression zu maligner Entartung führen kann. Myc aktiviert oder supprimiert zahlreiche Zielgene, die in Zellzykluskontrolle, Zelladhäsion, Stoffwechselwegen, Apoptose, Neoangiogenese und Größenwachstum der Zelle involviert sind. Letzteres ist eine Voraussetzung für sich ausbreitende Tumore, da Zellen eine kritische Größe erreichen müssen, bevor sie in die Mitose eintreten können. Unsere Kooperation zielt auf ein tieferes Verständnis dieses komplexen wie koordinierten Mechanismus durch die Untersuchung des Einflusses von c-myc auf den wichtigsten Teilprozess des Größenwachstums: Die Synthese von Ribosomen. Wachsende Zellen wie Krebszellen verbrauchen bis zu 70% ihrer gesamten Transkriptionsaktivität für die Synthese von Ribosombestandteilen wie ribosomaler RNA und Proteine, mehr als 150 Prozessierungs- und Assemblierungsfaktoren und mehrere snoRNAs. Wir werden verschiedene molekularbiologische Ansätze, Proteinanalyse- und Bildgebungsverfahren in konditionalen in vitro und in vivo c-myc-Systemen verwenden, um kritische Schritte dieses entscheidenden zellulären Mechanismus zu beleuchten.