Förderbeginn 01.07.2008

Federgewichtige Fäden in TinyOS

Prof. Dr. Wolfgang Schröder-Preikschat
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Lehrstuhl für Informatik 4, Verteilte Systeme und Betriebssysteme

Kevin Klues
Stanford University
Department of Computer Science



Die Unterstützung für mehrfädige Applikationen wird auch in Betriebssystemen für die Domäne der Sensornetze immer wichtiger. Fadenunterstützung ermöglicht es, langlaufende Operationen in einzelne Berechnungseinheiten aufzuteilen, während das System weiterhin durch zeitkritische, datenverarbeitende Aufgaben unterbrechbar ist. Deswegen wurde kürzlich eine allgemein anwendbare Unterstützung für mehrfädige Applikationen in die Version 2.1 von TinyOS integriert. Allerdings verlangen die Arten von ressourcenbeschränkten Systemen in Sensornetzen nach einer problemspezifischeren Lösung.

Das Ziel dieses Projektes ist es, Möglichkeiten zu untersuchen, wie das federgewichtige Fadenmodell, das im Rahmen der PURE-/CiAO-Projekte entwickelt wurde, mit diesem Fadenmodell von TinyOS zusammengeführt werden kann. Die Idee von federgewichtigen Fäden ist, die Größe des Fadenzustands, der gesichert und wiederhergestellt werden muss, pro Faden festgelegt werden kann, anstatt blind den komplett möglichen Zustand zu speichern und zu restaurieren. Wir erwarten von dieser Optimierung, dass sie einen positiven Effekt hat bezüglich Verbrauch von Arbeitsspeicher und Energieverbrauch - zwei der wichtigsten Belange in heutigen Sensornetz-Betriebssystemen.