Förderbeginn 01.07.2003

Aktivierung mitogen-aktivierter Proteinkinasen (MAPK) in primär afferenten Neuronen und Rückenmark und deren Bedeutung für die Entstehung und Aufrechterhaltung neuropathischer Schmerzen

Dr. Maria Schäfers
Universität Würzburg
Neurologische Klinik und Poliklinik

Prof. Dr. Claudia Sommer
Universität Würzburg
Neurologische Klinik und Poliklinik

Prof. Dr. Linda S. Sorkin
University of California, San Diego
Anesthesiology Research Laboratory



Proinflammatorische Zytokine werden bei Läsionen des peripheren und auch zentralen Nervensystems hochreguliert und sind ein wichtiger Faktor bei der Entstehung von neuropathischen Schmerzen. Aktuellen Studien zufolge spielt die in anderen Systemen gut etablierte Zytokin-vermittelte Aktivierung nachgeschalteter mitogen-aktivierter Proteinkinasen (MAPK) auch bei der Entstehung von neuropathischen Schmerzen eine wesentliche Rolle. Da MAPK Veränderungen auf transkriptioneller und posttranslationeller Ebene initiieren, können sie Veränderung von Rezeptoren, Neurotransmittern und/oder Ionenkanälen in primär afferenten Neuronen oder Rückenmark auslösen, die zur spinalen Sensibilisierung und gesteigertem Schmerzverhalten führen. Ziel dieses Forschungsprojektes ist es, in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Sorkin der Universität San Diego, California, Mechanismen der durch proinflammatorische Zytokine, insbesondere durch Tumor-Nekrose-Faktor-alpha (TNF), hervorgerufenen Modulation neuronaler Aktivität und der hieraus resultierenden veränderten Schmerzempfindung und Hyperalgesie auf molekularer Ebene aufzuklären.