Förderbeginn 01.01.2009

Starkbewegungen und seismische Gefährdung im Los Angeles Becken, Kalifornien

Prof. Dr. Heiner Igel
Ludwig-Maximilians-Universität München
Fakultät für Geophysik - Department Geo- und Umweltwissenschaften

Prof. Dr. Kim Olsen
San Diego State University
Department of Geological Sciences



Deterministische Erdbebenvorhersage ist nicht in Aussicht. Daher ist die genau Simulation möglicher Erdbebenszenarien und der folgenden starken Bodenbewegungen eines der wichtigsten Methoden Erdbebenschäden in Regionen wie Los Angeles, Tokio, oder San Francisco vorzubeugen. Moderne Supercomputer erlauben heute recht realistische Berechnungen allerdings ist es immer noch eine Herausforderung geometrische Komplexitäten wie Topographie, interne Grenzflächen, und Verwerfungen korrekt zu erfassen. Gitter, die auf Tetraederbasis erstellt werden können bieten hier große Vorteile. Ziel dieser Kooperation ist die Anwendung eines jüngst entwickelten numerischen Verfahrens auf die Region Los Angeles. Die Simulationen sollen erlauben, Gefährdungskarten für diese Region zu erstellen.

Abschlussbericht
Die Beobachtung und Analyse von Rotationsbewegungen des Bodens ist ein neuer Zweig der Seismologie. Über Bacatec konnte die Kooperation mit der University of California San Diego (UCSD) initiiert werden. Ein sogenannter Ring Laser wurde im Observatorium des Geophysikalischen Instituts in Pinon Flat eingerichtet werden, der seitdem Erdbeben und ozeangenerierte Wellensignale aufzeichnet. Die BaCaTeC-Finanzierung dieses Projekts wurde dazu genutzt, technische Updates am Ring-Laser-System durchzuführen und das Erstellen eines Antrags bei der National Science Foundation zur Erweiterung des Beobachtungssystems einzuleiten. Im Rahmen des BaCaTeC-Projekts konnte ein permanenter Datentransfer zum Datenzentrum des Geophysikalischen Observatoriums Fürstenfeldbruck der LMU eingerichtet werden. Darüber sind die Beobachtung in Echtzeit online verfügbar. Das BaCaTeC-Projekt trug zur erfolgreichen Einwerbung des Antragsteller eines ERC Advanced Grants (2013) bei, mit dem in den nächsten Jahren weitere Forschung in diesem Bereich durchgeführt wird.