Bitte wählen Sie den gewünschten Projektzeitraum:
- Juli 2026
- Januar 2026
- Juli 2025
- Januar 2025
- Juli 2024
- Januar 2024
- Juli 2023
- Januar 2023
- Juli 2022
- Januar 2022
- Juli 2021
- Januar 2021
- Juli 2020
- Januar 2020
- Juli 2019
- Januar 2019
- Juli 2018
- Januar 2018
- Juli 2017
- Januar 2017
- Juli 2016
- Januar 2016
- Juli 2015
- Januar 2015
- Juli 2014
- Januar 2014
- Juli 2013
- Januar 2013
- Juli 2012
- Januar 2012
- Juli 2011
- Januar 2011
- Juli 2010
- Januar 2010
- Juli 2009
- Januar 2009
- Juli 2008
- Januar 2008
- Juli 2007
- Januar 2007
- Juli 2006
- Januar 2006
- Juli 2005
- Januar 2005
- Juli 2004
- Januar 2004
- Juli 2003
- Januar 2003
- Juli 2002
- Januar 2002
- Juli 2001
- Januar 2001
Förderbeginn 01.01.2010
Electrokinetische Co-Erzeugung von Wasserstoff und Elektrizität
Prof. Dr. Roland Netz
Technische Universität München
Lehrstuhl für Physik T37 - Theoretische Physik
Prof. Dr. Richard J. Saykally
University of California, Berkeley
Department of Chemistry
Aufgrund der schädlichen Umwelteinflüsse bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe besteht dringender Bedarf nach effizienten alternativen Energiequellen. Vor kurzem wurde gezeigt, dass mit Wasser-Mikrojets simultan Wasserstoff und Elektrizität gewonnen werden kann. Die Energieausbeute liegt derzeit bei ca 10%, und verschiedene Designverbesserungen sind notwendig, um die Energieeffizienz zu erhöhen. In der Kooperation wenden wir moderne theoretische Modelle und Nichtgleichgewichts-Molekulardynamiksimulationen an, um verschiedene experimentelle Parameter zu untersuchen. Ziel ist es, Verbesserungen am experimentellen Aufbau mit Modellierungen zu finden und direkt in die Experimente einzubeziehen. In der Modellierung wird sowohl die Natur der Oberfläche (hydrophob, hydrophil, geladen, metallisch) als auch die Zusammensetzung der wässrigen Phase (Salzgehalt, pH-Wert) variiert, außerdem wird der Einfluß von Druck, Temperatur, und Flussgeschwindigkeit untersucht.
Abschlussbericht
In der Saykally Arbeitsgruppe wurde vor kurzem gezeigt, dass mit Wasser-Mikrojets simultan Wasserstoff und Elektrizität gewonnen werden kann, was interessant ist im Zusammenhang mit der Suche nach alternativen sauberen Energiequellen. Der Mechanismus hat zu tun mit der Adsorption von H3O+ Ionen an der Oberfläche und der kinetischen Ladungstrennung, die durch das sogenannte „streaming potential“ quantifiziert werden kann. Um die momentane Energieausbeute von ca. 10% zu erhöhen ist es zuerst wichtig die gemessenen Daten quantitativ zu verstehen. In drei kurzen Forschungsaufenthalten an der UC Berkeley wurden die notwendigen Modelle diskutiert. Zum einen wurden quantitative Modelle entwickelt um Literaturwerte für das Zetapotential zu reproduzieren. Hier war es notwendig das Viskositätsprofil und das Dielektrizitätsprofil von Wasser an der Grenzfläche zu ermitteln und in elektrokinetische Theorien zu inkorporieren. Diese Arbeiten sind inzwischen abgeschlossen. Zum anderen ist es notwendig verlässliche force fields für H3O+ Ionen zu ermitteln mit denen Oberflächenaffinitäten und Verteilungsfunktionen quantitativ berechnet werden können. Letztere Arbeiten dauern noch an.