Förderbeginn 01.01.2010

Transkranieller hoch-fokussierender Ultraschall (HiFU) zur neuroprotektiven Behandlung des Parkinson-Syndroms

Prof. Dr. Jochen Klucken
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Neurologische Klinik, Molekular-Neurologische Abteilung

Dr. med. Thilo Hölscher
University of California, San Diego
Department of Radiology and Neurosciences



Das Parkinson-Syndrom (PS) ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung und ist durch einen Ruhetremor, Rigor, Hypokinese und posturale Instabilität charakterisiert. Histopathologisch zeichnet sich die Erkrankung unter anderem durch einen Verlust dopaminerger Neurone und alpha-Synuclein haltiger eosinophiler Einschlusskörperchen (Lewy Körperchen) in den Nervenzellen der Substanzia nigra und anderen Gehirnregionen aus. Die alpha-Synuclein Aggregation kann durch Überexpression von dem Hitzeschockprotein Hsp70 in in vivo and in vitro Modellen des PS reduziert werden. Kürzlich konnte gezeigt werden, dass die lokale Hsp70 Expression durch hoch-fokussierenden Ultraschall über thermalen Stress induziert werden kann. Daher ist die Zielsetzung des Projektes, die Expression von Hsp70 in Gehirnen von alpha-Synuclein transgenen Mäusen mittels des nichtinvasiven und medikamentenfreien Verfahrens der HiFU zu induzieren. Wir werden die Hypothese testen, dass Hsp70 aktiviert und dadurch ein neuroprotektiver Effekt mit funktioneller Verbesserung erzielt werden kann. In diesem Projekt werden Ergebnisse der Grundlagenforschung in präklinische Modelle überführt, welches in Kooperation zwischen der Molekular-Neurologischen Abteilung der Universitätsklinik Erlangen und dem Brain Ultrasound Research Lab, des experimentellen neuropathologischen Labors der Universität von Kalifornien entwickelt wird.