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Förderbeginn 01.07.2003
Codierungs- und Übertragungsaspekte für mobile Multimediaanwendungen
Prof. Dr. Antonio Ortega
University of Southern California, Los Angeles
Department of Electrical Engineering, Signal and Image Processing Institute SIPI
Dipl.-Ing. Günther Liebl
Technische Universität München
Lehrstuhl für Nachrichtentechnik (LNT)
Dr. Thomas Stockhammer
Technische Universität München
Lehrstuhl für Nachrichtentechnik (LNT)
Prof. Dr.-Ing. Joachim Hagenauer
Technische Universität München
Lehrstuhl für Nachrichtentechnik (LNT)
In Zukunft wird eine Vielzahl von Multimedia-Anwendungen über das Internet verfügbar sein, zunächst vor allem durch den Zugriff über Festnetze, in Zukunft aber vermehrt auch über drahtlose Kanäle. Verschiedene Lösungen zur optimierten Ressourcenzuteilung sind kürzlich vorgeschlagen worden, vor allem für typische Festnetz-Internetübertragung. Der Mobilkanal beinhaltet jedoch spezifische zusätzliche Einschränkungen, die unmittelbar zu neuen Entwicklungs- und Forschungsproblemen führen. Typische Zuteilungsprobleme können neu formuliert und auf mobile Übertragung angepasst werden. Das verlangt den Entwurf von Kompressionsverfahren, die robust gegenüber Kanalverschlechterungen, wie z.B. Schwankungen in Bandbreite, Verzögerung, Paketverlusten, Bitfehler, usw., sind. Diese Verfahren sollen hauptsächlich die Encodierungsflexibilität des neu entwickelten Videocodierungsstandard MPEG-4 AVC/H.264 ausnutzen, jedoch auch proprietäre Techniken mit einbeziehen. Zusätzlich sind geeignete quellen- und kanalangepasste Transport- und Übertragungstechniken zur Unterstützung von priorisierter Übertragung, zur Ausnutzung von schichtenübergreifender oder Ende-zu-Ende Kontrollinformation, und zur Allokation von Ressourcen wie Bitrate oder Übertragungsleistung notwendig. Bisherige Arbeiten an den beiden Partneruniversitäten zeigen Überschneidungen, aber auch komplementäre Aspekte. Während man sich an der USC mehr mit drahtgebundener Übertragung und Quellencodierungsaspekten beschäftigt, ist bei der TUM das Hauptaugenmerk auf drahtloser Übertragung und Fehlerschutzverfahren. Deshalb schlagen wir als kurzfristige Aktivität eine sehr konkrete Zusammenarbeit vor, die Ressourcenzuteilung basierend auf Graphen und die Erweiterung auf H.264-basierte Übertragung für drahtlose Verbindungen inklusive synchronisations-prädiktiver Bilder für effiziente Datenstrom-Umschaltung beinhaltet.