Förderbeginn 01.01.2010

Die Rolle von Mangan bei der Magnetosomenbiomineralisation

Prof. Dr. Dirk Schüler
Ludwig-Maximilians-Universität München
Fakultät für Biologie - Department Biologie I - Mikrobiologie

Prof. Dr. Dorothy Parker
University of California, San Diego
Scripps Institution of Oceanography



Die Fähigkeit magnetotaktischer Bakterien zur Erdmagnetfeldorientierung basiert auf der Synthese sog. Magnetosomen, die aus membranumgebenen Kristallen eines magnetischen Eisenoxids bestehen und durch einen Biomineralisationsmechanismus entstehen. In der geplanten Zusammenarbeit wird die Rolle von Mangan bei der Biomineralisation, insbesondere hinsichtlich der Inkorporation des Metalls in die Magnetosomenkristalle untersucht. Dabei sollen unsere komplementären Expertisen in der Mikrobiologie und Genetik von Magnetbakterien (Schüler) sowie bei der bakteriellen Oxydation von Mangan (Parker) vereint werden. Im magnetischen Bakterium Magnetospirillum gryphiswaldense soll inbesondere analysiert werden, ob organisch komplexiertes MnIII (a) aktiv in die Bakterien bzw. Magnetosomen aufgenommen wird, (b) die Aufnahme von FeIII sowie die Struktur und Biomineralisation von Magnetit beeinflußt, und (c) die Synthese von Siderophoren reguliert.