Förderbeginn 01.07.2010

Neue Grenze der Materialwissenschaften: Polymerelektronik

Prof. Dr. Martin Versen
Hochschule Rosenheim
Fakultät für Ingenieurwissenschaften

Prof. Dr. Igor Beloborodov
California State University Northridge
Department of Physics and Astronomy



In dieser BaCaTec Kooperation sollen die elektrischen und thermoelektrischen Eigenschaften von Nanosolids untersucht werden. Diese interdisziplinäre Forschung findet zwischen Physik, Materialwissenschaften und Nanotechnologie sowohl in Experiment (Bayern) als auch in Theorie (Californien) statt. Im Speziellen werden die Transporteigenschaften von Bor dotiertem Nanocarbon untersucht (Beloborodov), einem vielversprechenden Materialsystem der zukünftigen Thermoelektrik. Daneben werden elektrischen Messungen und Degradationsuntersuchungen von Polymermaterialen durchgeführt (Versen), die als schwach gekoppelte Nanosolids modelliert werden können. Es ist geplant, die Forschungsaktivitäten zu kommunizieren, um den molekülbasierten Transport in Polymeren zu verstehen und einen Ansatz zu entwickeln, mit dem die Leitfähigkeit von halbleitenden Nanosolids unter Berücksichtigung von Coulomb-Blockade berechnet werden kann.

Abschlussbericht
In dem geförderten Projekt haben die Wissenschaftler einander besucht. Zusätzlich bezog Dr. Versen weitere relevante Informationen bei der ISTFA Konferenz über neuartige Analysemethoden in den Materialwissenschaften. Diese Kooperation bereitete inhaltlich einen Forschungsantrag zu dem Förderprogramm “IngenieurNachwuchs – Qualifizierung von Ingenieurnachwuchs an Fachhochschulen - Förderrunde 2012” vor.

Der Antrag mit dem Titel “Parylene zur Schutzbeschichtung für Leuchtdioden“ wurde von den Gutachtern als förderungswürdig eingestuft, ist jedoch aufgrund des Budgets letztendlich nicht gefördert worden. Das Nachfolgeprojekt konnte daher nicht im Sommer 2012 begonnen werden. Das ist auch der Grund, erst Ende 2012 statt Ende 2011 zu berichten, weil die Entscheidung über die Förderung vor einem Jahr noch nicht feststand.

Das erwartete Resultat, nämlich die Zusammenarbeit zu initiieren, wurde erreicht. Die Weiterführung ist aufgrund der fehlenden Projektförderung aus den oben genannten Gründen zumindest kurzfristig erschwert. Das zweite, erwartete Ergebnis, der Austausch von graduierten Studierenden zwischen der California State University Northridge und der Hochschule Rosenheim, ist in Planung.