Förderbeginn 01.07.2013

Synthese und Optimierung von Informations- & Kommunikations-Netzen im Fahrzeug

Prof. Dr. Andreas Herkersdorf
Technische Universität München
Fakultät für Elektro-/Informationstechnik - Lehrstuhl für Integrierte Systeme

Prof. Dr. Alberto Sangiovanni-Vicentelli
University of California, Berkeley
EECS - Electrical Engineering and Computer Science



Der Bedarf nach Fahrerassistenzsystemen zu Bereitstellung von verbesserter Zuverlässigkeit, Sicherheit und nachhaltiger, ökologischer Mobilität steigt rapide. Dabei sind sowohl die Anzahl als auch die topologische Struktur von Steuergeräte Netzwerken mit Schwerpunktbildung bei der Einbeziehung schneller Verbindungstechnologien (z.B. Gigabit-Ethernet) und fortschrittlicher Prozessor¬architekturen (wie Multi-Core und FPGA Plattformen) zu berücksichtigen. Wir werden die Übertragbarkeit von Synthese- und Optimierungsverfahren, welche heute erfolgreich im Bereich von Stromversorgungs¬netzen in Flugzeugen angewendet werden, in die Welt von Automotive IKT-Netzen untersuchen. Dabei werden Kompetenzen und Erfahrungen beider Projektpartner zur Findung neuer Lösungsansätze für anstehende Herausforderungen kombiniert: Analytische und heuristische Entwurfssynthese sowie Optimierung seitens UC Berkeley, und die Architektur- und Beschleuniger-Entwurf Kompetenz im Bereich eingebetteter Systeme der TU München.

Abschlussbericht
Wir waren uns bei der Antragstellung sehr sicher mit einer Absolventin der TU München, die bereits ein Gastsemester in der Gruppe von Prof. Sangiovanni-Vincentelli an der UC Berkeley absolvierte und auch ihre Master Abschlussarbeit in Berkeley auf einem nahe an das geplante Kooperationsvorhaben angelehnten Thema anfertigte, die richtige Person für eine unmittelbar anschließende Promotion an der UC Berkeley gefunden zu haben. Diese junge Wissenschaftlerin wäre die ideale Besetzung zur Koordinierung des Dialogs zwischen den beiden Gruppen gewesen. Es war angedacht, dass sie für kürzere Forschungsaufenthalte an die TU München kommen würde und als Anlaufpunkt an der UC Berkeley für Münchner Doktoranden bei deren Besuchen in den USA agiert. Leider kam es anders. Aus persönlichen Gründen (sie lernte ihren zukünftigen Mann kennen und heiratete) hat sie Berkeley verlassen und folgte ihrem Ehemann an eine andere Universität in den Vereinigten Staaten.

In den folgenden Monaten machten wir mehrere Versuche um eine geeignete Person unter unseren wissenschaftlichen Mitarbeitern und Masterabsolventen zu finden, um das geplante oder ein eng verwandtes Vorhaben durchzuführen. Unsere Bestrebungen wurden durch den Umstand erschwert, dass der Aufgabenschwerpunkt der TU München im thematisch nahestehenden ARAMiS BMBF Projekt aufgrund von Erfordernissen der beteiligten Industriepartner sich auf die Unterstützung von CAN (Controller Area Network) Virtualisierung verfestigte (und nicht mehr die Optimierung von Netztopologien in Fahrzeugen betrachtete). Während der letzten 9 Monate waren die Doktoranden der TU München, die für einen wissenschaftlichen Austausch mit der UC Berkeley in Frage kamen, zudem vollständig mit der Demonstrator-Integration zum ARAMiS Projektabschluss am 29. April 2015 bei Airbus Hamburg beschäftigt.

Wir treffen uns weiterhin regelmäßig bei internationalen Konferenzen und sind nach wie vor bestrebt ein gemeinschaftliches Projekt in den Bereichen Entwurfsmethoden, Architekturen oder Optimierungsverfahren für Cyber-Physical Systems aufzusetzen. Wir bedauern zutiefst keinen passenden Weg zur Nutzung der BaCaTec Förderung für einen Austausch mit unseren Nachwuchswissenschaftlern gefunden zu haben. Die Liebe, unvorteilhafte zeitliche Randbedingungen und durch andere Projekte gesetzte Prioritäten verhinderten letztlich unseren Plan wie beabsichtigt auszuführen. Wir bitten um Nachsicht für daraus entstandene Unannehmlichkeiten und hoffen, die nicht verausgabten Mittel können zukünftig einem anderen Team zu Gute kommen.