Bitte wählen Sie den gewünschten Projektzeitraum:
- Juli 2026
- Januar 2026
- Juli 2025
- Januar 2025
- Juli 2024
- Januar 2024
- Juli 2023
- Januar 2023
- Juli 2022
- Januar 2022
- Juli 2021
- Januar 2021
- Juli 2020
- Januar 2020
- Juli 2019
- Januar 2019
- Juli 2018
- Januar 2018
- Juli 2017
- Januar 2017
- Juli 2016
- Januar 2016
- Juli 2015
- Januar 2015
- Juli 2014
- Januar 2014
- Juli 2013
- Januar 2013
- Juli 2012
- Januar 2012
- Juli 2011
- Januar 2011
- Juli 2010
- Januar 2010
- Juli 2009
- Januar 2009
- Juli 2008
- Januar 2008
- Juli 2007
- Januar 2007
- Juli 2006
- Januar 2006
- Juli 2005
- Januar 2005
- Juli 2004
- Januar 2004
- Juli 2003
- Januar 2003
- Juli 2002
- Januar 2002
- Juli 2001
- Januar 2001
Förderbeginn 01.01.2015
Curie-Temperatur modulierte Verbundmaterialien für die thermisch assistierte magnetische Datenspeicherung
Prof. Dr. Manfred Albrecht
Universität Augsburg
Lehrstuhl für Experimentalphysik IV
Dr. Stefan Maat
HGST, Inc.
HSGT, San Jose
Um magnetischen Speicherzellen (Bits) genügend thermische Langzeitstabilität zu geben, müssen magnetisch hochanisotrope Materialien wie chemisch geordnete L10 FePt Legierungen verwendet werden, die jedoch zum Ummagnetisieren sehr hohe Schreibfelder benötigen. Diese Problematik kann durch Temperaturerhöhung naher der Curie-Temperatur des Speichermaterials während des Schreibvorgangs behoben werden. Allerdings reduziert die Temperaturerhöhung auch die Magnetisierung und sorgt für einen Anstieg thermisch induzierter Speicherfehler. In diesem Zusammenhang wurde ein Verbundmaterial, welches aus zwei austauschgekoppelten Schichten mit unterschiedlicher Curie Temperatur besteht, vorgeschlagen, welches die genannten Einschränkungen überwindet. Das Ziel dieses Forschungsprojekts ist die Entwicklung neuartiger austauschgekoppelter FePtCu/[Co/Ni] Bilagensysteme und der Nachweis ihrer Eignung als Speichermaterial.
Abschlussbericht
Während des gemeinsamen Forschungsprojekts mit HGST (a Western Digital Company) wurden austauschgekoppelte Heterostrukturen bestehend aus L10-geordneten FePtCu-Schichten mit amorphen ferrimagnetischen TbFeCo Schichten hergestellt und untersucht. Die 5 nm dicken (Fe100-xCux)52Pt48 (x = 0,15, 20 at.%) Legierungsschichten wurden auf thermisch oxidierten Siliziumsubstraten abgeschieden und zeigten nach schnellen thermischen Heizprozesses eine senkrechte, magnetische Anisotropieachse. Neben den unterschiedlichen magnetischen Eigenschaften sank die Curie-Temperatur der Legierungen mit ansteigendem Cu-Anteil. Zusätzlich wurde auf diese Ferromagnete jeweils eine 20 nm dicke Tb-dominante amorphe Tb26CoyFe100-x-y (x = 0, 44, 100 at.%)-Legierungsschicht mit ebenfalls einer senkrechten magnetischen Anisotropie abgeschieden. Temperaturabhängige SQUID-VSM Messungen erfolgten, um das Schalt- und Kopplungsverhalten der Heterostruktur zu analysieren, was sich gegebenenfalls in einer Austauschverschiebung der Teilhysteresen der ferri- bzw. ferromagnetischen Schicht äußerte. Die festgestellten Austauschfelder hängen hierbei stark von den gewählten Kopplungsbedingungen an der Grenzfläche ab.
Fortführende gemeinsame Untersuchungen sind derzeit in Planung.