Förderbeginn 01.07.2015

Erforschung des therapeutischen Potenzials von induzierten neuralen Stammzellen für die Behandlung von Rückenmarksverletzungen mittels präklinischer Tiermodelle

Prof. Dr. Frank Edenhofer
Universität Würzburg
Institut für Anatomie und Zellbiologie

Prof. Dr. Mark H. Tuszynski
University of California, San Diego
Department of Neurosciences



Das verletzte Rückenmark des ausgewachsenen Menschen hat eine sehr begrenzte Fähigkeit zur Regeneration. In Ermangelung von langfristig wirksamen pharmakologischen Behandlungen ist die Zelltherapie eine vielversprechende Strategie, um Neuroprotektion sowie Wiederherstellung der verlorenen Zellpopulationen und neuronalen Schaltkreise zu erreichen. Allerdings stellt das Fehlen einer geeigneten Quelle von transplantierbaren Zellen eine wesentliche Hürde dar. Moderne zelluläre Reprogrammierungstechnologien bietet eine neue Möglichkeit, um Zelltherapien mit autologen neuralen Stammzellen (NSZ) zu entwickeln. Im Rahmen des geförderten Projektes werden wir das therapeutische Potenzial von patientenspezifischen induzierten NSZs (iNSZs) für die Therapie von Rückenmarksverletzungen mit vorklinischen Tiermodellen erforschen. iNSZs werden durch neuartige zelluläre Reprogrammierungstechniken in der Gruppe von Frank Edenhofer (Universität Würzburg) erzeugt. In Zusammenarbeit mit dem Labor Mark Tuszynski (UC San Diego) werden die iNSZs in etablierten Tiermodellen untersucht werden. Aus dieser Machbarkeitsanalyse erhoffen wir uns plausible Hinweise darauf, dass die Transplantation von iNSZ zur Regeneration nach Rückenmarksverletzungen beitragen kann.