Förderbeginn 01.07.2015

Dendroökologische Untersuchung zur Resistenz bewirtschafteter, autochtoner Monterey-Kiefer-Bestände (Pinus radiata D. DON) gegenüber Pich Canker (Fusarium circinatum)

Dr. Enno Uhl
Technische Universität München
Wissenschaftszentrum Weihenstephan - Lehrstuhl für Waldwachstumskunde

Prof. Dr. Douglas Piirto
California Polytechnic State University, San Luis Obispo
Department of Natural Resources Management & Environmental Sciences



Pitch canker, Fusarium circinatum, ist ein bedeutendes Pathogen in den Küstenwäldern Kaliforniens. Es beeinträchtigt insbesondere die Vitalität der autochtonen Bestände der Monterey-Kiefer (Pinus radiata D. DON). Das Projekt untersucht das Ausmaß der Schädigungen bei unterschiedlichen Bestandspflegemaßnahmen auf Einzelbaum- und Bestandesebene. Insgesamt wurden dazu 2001 27 langfristige Beobachtungsflächen in der Region Ano Nuevo eingerichtet, die sich in der Art der Behandlung unterscheiden. Als Saatgut wurde Samen bekannter, resistenter Samenbäume verwendet. Bisher erfolgten insgesamt vier Wiederholungsaufnahmen, die letzte im Jahr 2015. Im Rahmen dieses Projektes soll eine zusammenfassende Auswertung der vorliegenden, ertrgaskundlichen Daten durchgeführt werden. Dadurch soll die Kenntnis über das Schädigungspotential des Pilzes sowie über mögliche waldbauliche Verfahren zur Stabilisierung der Bestände erweitert werden. Insgesamt wird ein Beitrag zum Schutz der kleinen, natürlichen Restpopulation der ansonsten auf globaler Ebene überaus bedeutsamen Pinus radiata erwartet.

Abschlussbericht
Im Rahmen der von BACATEC geförderten Kooperation zwischen der Technischen Universität München und der Polytechnischen Universität in Kalifornien (Cal Poly) wurden die Auswirkungen des biotischen Pathogens Fusarium circinatum auf Vitalität und Wachstum von Pinus radiata (Monterey Kiefer) untersucht. Pinus radiata repräsentiert die weltweit am häufigsten kultivierte Wirtschaftsbaumart. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich allerdings auf lediglich wenige tausend Hektar im Südwesten der Vereinigten Staaten. Die genannte Pilzinfektion (pitch canker) breitete sich ab Mitte der 1980er Jahre, ausgehend von Mexiko in das natürliche Verbreitungsgebiet von Pinus radiata aus und verursacht seither vehemente Zuwachsverluste.

Im Rahmen der Kooperation wurde durch einen Studenten der Technischen Universität München in Zusammenarbeit mit der Cal Poly Bohrkerne von Pinus radiata vor Ort gewonnen. Auf Basis der Bohrkerne konnte der Zusammenhang zwischen Befallsgrad und Zuwachsreaktion analysiert werden. Das durch die Cal Poly entwickelte Rating-System der Befallsstärke von Fusarium circinatum zeigte hierbei enge Korrelationen mit den Durchmesserzuwächsen bei Pinus radiata.

Prof. Dr. Piirto berichtete im Rahmen einer wissenschaftlichen Vortragsserie in Freising über waldbauliche Konzepte in Kalifornischen Wäldern.

Parallel wurde eine weitere Studie initiiert. Diese umfasst eine Wiederholungsaufnahme des Zuwachses auf langfristigen Versuchsflächen im gleichen Gebiet. Die Auswertung der Daten wird durch eine Masterstudentin der Cal Poly durchgeführt. Im Vordergrund der Untersuchung steht die Analyse des Verjüngungserfolgs natürlicher Pinus radiata Bestände in Abhängigkeit vom Verjüngungsverfahren und Befallsgrad durch pitch canker.

Im Rahmen der Kooperation wurde zusammen mit Prof. Dr. Piirto (Cal Poly) Konzepte für zwei wissenschaftliche Manuskripte entwickelt. Die Publikationen sind derzeit in Bearbeitung. Derzeit sind zwei Manuskripte für wissenschaftliche Veröffentlichungen in Bearbeitung.